Badeordnung

Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte schließen Sie mit der Badeanstalt einen Badebesuchsvertrag ab und anerkennen damit die folgende Badeordnung als Vertragsinhalt:

1. Pflichten der Badeanstalt

1.1. Gewährung der Benutzung der Anlagen, Gefahrtragung der Gäste

  • Die Badeanstalt ermöglicht den Gästen, die Einrichtungen der Badeanlage im Rahmen der Vorschriften dieser Badeordnung auf eigene Gefahr zu benützen.
  • Es ist weder der Badeanstalt noch dem Personal möglich, Badeunfälle generell zu verhüten. Insbesondere tragen die Gäste selbst die mit der Ausübung des auf dem Badegelände ausgeübten Sportes verbundenen Gefahren.
  • Gleiches gilt für Verletzungen und sonstige Eingriffe in die Persönlichkeitssphäre des Gastes durch andere Gäste oder sonstige, nicht zum Personal der Badeanstalt gehörende Dritte.
  • Die Badeanstalt übernimmt gegenüber den Gästen ausschließlich die in der Folge angeführten Pflichten.

1.2. Öffnungszeiten und Zutrittsgewährung

  • Die Badeanstalt ist gehalten, den Besuch während der durch Anschlag oder durch das Aufsichtspersonal bekannt gegebenen Öffnungszeiten zu ermöglichen. Betriebsbedingte Änderungen der Öffnungszeiten sind möglich.
  • Wird die amtlich zulässige Besucherzahl überschritten, kann die Badeanstalt mit Hilfe des zuständigen Personals den Zutritt weiterer Besucher untersagen. In diesen Fällen haben Besuchswillige mit Wartezeiten zu rechnen.
  • Die Badeanstalt behält sich vor, Personen, deren Zulassung zum Badebesuch bedenklich erscheint, den Zutritt ohne Angabe von Gründen zu verwehren.

1.3. Zustand und Bedienung der Anlagen

  • Die Badeanstalt steht dafür ein, dass die Anlagen vorschriftsgemäß errichtet, bedient und gewartet werden. Insbesondere hat die Badeanstalt alle geltenden Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Weitere Verpflichtungen der Badeanstalt bestehen nicht.
  • Sobald die Badeanstalt von der Störung, Mangel- oder Schadhaftigkeit einer Anlage Kenntnis erlangt, welche einen sicheren Betrieb nicht mehr gewährleistet, untersagt die Badeanstalt umgehend die Benützung der gestörten Anlage oder schränkt ihre Benutzung auf gehörige Weise ein.
  • Der Badegast ist selbst für die Einhaltung von Anordnungen des zuständigen Personals verantwortlich.

1.4. Kontrolle der Einhaltung der Badeordnung

  • Die Badeanstalt kontrolliert im Rahmen des Zumutbaren mit Hilfe ihres zuständigen Personals die Einhaltung der Badeordnung durch Gäste und sonstige, sich auf dem Gelände der Badeanstalt aufhaltende Personen. Wird ordnungswidriges Verhalten festgestellt, werden die betreffenden Personen verwarnt und können erforderlichenfalls des Geländes verwiesen werden.

1.5. Hilfe bei Unfällen

  • Kommt es zu einem Unfall, leitet die Badeanstalt mit Hilfe ihres zuständigen Personals im Rahmen des Zumutbaren unverzüglich Hilfsmaßnahmen ein.

1.6. Hilfe bei der Abwehr angezeigter Gefahren

  • Wird der Badeanstalt, insbesondere dem zuständigen Personal, von Gästen eine drohende Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Gästen glaubhaft gemacht, ist die Badeanstalt mit Hilfe ihres Personals im Rahmen des Zumutbaren bemüht, diese Gefahr abzuwenden.

1.7. Keine Möglichkeit zur Beaufsichtigung Minderjähriger, Unmündiger, Behinderter und Nichtschwimmer

  • Die Badeanstalt und damit ihr Personal ist nicht in der Lage und daher auch nicht verpflichtet, minderjährige, unmündige bzw. körperlich oder geistig behinderte Personen und Nichtschwimmer zu beaufsichtigen.

1.8. Haftung der Badeanstalt

  • Die Badeanstalt haftet nur für solche Schäden, die sie oder ihr Personal dem Gast durch rechtswidriges, insbesondere vertragswidriges, und schuldhaftes Verhalten zugefügt hat.
  • Die Badeanstalt haftet nicht für Schäden, die durch Missachtung der Badeordnung, allfälliger sonstiger Benützungsregelungen oder durch Nichtbeachtung der Anweisungen des Personals, durch sonstiges eigenes Verschulden des Geschädigten oder durch unabwendbare Ereignisse bzw. höhere Gewalt, insbesondere auch durch Eingriffe dritter Personen, verursacht werden. Mitverschulden führt zu entsprechender Schadensteilung. Gleiches gilt sinngemäß für allfällige bei den jeweiligen Geräten und Einrichtungen ausgehängten besonderen Benützungsregeln (z.B. für Rutsche, Sprungturm, Sauna etc.) sowie für allfällige Benützungsverbote oder Einschränkungen im Sinne von Punkt 1.3.Abs.2.
  • Die Benutzung von Parkplätzen erfolgt auf eigene Gefahr. Die Badeanstalt ist weder gehalten, Parkplätze zu bewachen noch ihre Flächen und sonstigen Einrichtungen zu warten, um die Fahrzeuge vor Schaden (z.B. durch auf den Flächen befindliche Nägel, Glasscherben oder Schlaglöcher) zu bewahren.

2. Pflichten der Gäste

2.1. Eintrittskarten, Schlüssel, Wertkarten; Entgelte

  • Die Benützung der Badeanlagen ist nur mit einer gültigen Eintrittskarte laut Tarifordnung zulässig. Die Tarifordnung ist Teil der Badeordnung.
  • Eintrittskarten sind während der gesamten Dauer des Badebesuches aufzubewahren. Abhanden gekommene Eintrittskarten werden nicht neu ausgestellt. Der Besucher hat das Bad zu verlassen oder eine neue Eintrittskarte zu lösen.
  • Für ausgegebene Schlüssel kann auf Grund der geltenden Tarife eine Kaution verlangt werden.
  • Die Eintrittskarte, ausgegebene Schlüssel oder Wertkarten sind beim Verlassen des Bades zurückzugeben.
  • Für abhanden gekommene Schlüssel ist Ersatz zu leisten.

2.2. Aufsicht über Kinder, Minderjährige, Nichtschwimmer und behinderte Personen

  • Für die Aufsicht über Kinder, Minderjährige, Nichtschwimmer und behinderte Personen haben die für diese Personen auch sonst Aufsichtspflichtigen (z.B. die erziehungsberechtigten Angehörigen oder entsprechendes Aufsichts- oder Pflegepersonen) gehörig vorzusorgen.
  • Diese aufsichtspflichtigen Personen bleiben für die Aufsicht auch dann verantwortlich, wenn sie das Gelände der Badeanstalt nicht betreten oder vorzeitig wieder verlassen.
  • Die jeweils geltenden Jugendschutzbestimmungen, insbesondere Alkohol- und Rauchverbote, Aufenthaltsverbote, Verpflichtungen der Erziehungsberechtigten, sind von den Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten einzuhalten.
  • Aufsichtspersonen sind die Erziehungsberechtigten oder die von ihnen beauftragten Personen. Sie sind für das Verhalten der Kinder im Bad und für die Einhaltung der Badeordnung verantwortlich.

2.3. Aufsicht bei Gruppenbesuchen

  • In Fällen von Gruppenbesuchen hat bei Schülern die hierfür zuständige Aufsichtsperson, bei Vereinen und anderen Organisationen der hierfür zuständige Funktionär für die Einhaltung der Badeordnung zu sorgen und dafür die volle Verantwortung zu tragen. Die diesbezüglichen eigenen Aufsichtspersonen haben während der gesamten Dauer des Gruppenbesuches anwesend zu sein.
  • Diese Aufsichtspersonen haben mit dem Aufsichtspersonal der Badeanstalt das gehörige Einvernehmen zu pflegen, um zu gewährleisten, dass der übrige, normale Badebetrieb durch den Gruppenbesuch nicht gestört wird.

2.4. Anweisungen des Personals der Badeanstalt

  • Die Gäste sind verpflichtet, den Anweisungen des zuständigen Personals der Badeanstalt uneingeschränkt Folge zu leisten. Dies gilt auch dann, wenn ein Gast der Auffassung sein sollte, die ihm erteilte Anweisung sei nicht gerechtfertigt.
  • Wer die Badeordnung bzw. Benützungsverbote für bestimmte Einrichtungen (z.B. Rutsche, Sprungturm, Sauna) oder Einschränkungen im Sinne von Punkt 1.3. Abs.2 übertritt oder sich den Anweisungen des zuständigen Personals widersetzt, kann ohne Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes von diesem oder einem sonstigen Repräsentanten der Badeanstalt aus dem Bad gewiesen werden.
  • In besonderen Fällen kann auch ein Besuchsverbot für die Zukunft ausgesprochen werden.

2.5. Hygienebestimmungen

  • Die Gäste sind in der gesamten Badeanlage zu größter Sauberkeit verpflichtet.
  • In der Badearena ist das Schwimmen nur mit Badekleidung gestattet (Lange Hosen, Jeans, etc. sind nicht erlaubt).
  • Der Barfußbereich darf nicht mit Straßenschuhen betreten werden. Fußdesinfektionsanlagen sollen sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen des Bades benützt werden.
  • Die Badeanlage darf nicht mit ansteckenden Krankheiten besucht werden.
  • Vor jedem Betreten des Beckens ist aus hygienischen Gründen zu duschen. Die Brausen sind nach dem Gebrauch sofort abzudrehen.
  • Die Benützung von Seife, Shampoos oder Waschmitteln sowie das Waschen der Badebekleidung in Schwimm- und Badebecken ist untersagt.
  • Abfälle (Flaschen, Gläser, Dosen, Papier etc.) sind in die vorgesehenen Abfallbehälter zu geben.

2.6. Unterlassen von Gefährdungen und Belästigungen

  • Jeder Gast ist vor allem in Hinblick auf Lärmentwicklung verpflichtet, auf die anderen Badegäste Rücksicht zu nehmen. Es ist daher alles zu unterlassen, was andere Badegäste belästigt oder gar gefährdet.
  • Die Abgrenzungen des Badegeländes dürfen nicht er- und überklettert werden.
  • Alle Anlagen und Einrichtungen des Bades dürfen nur entsprechend ihrer Zweckbestimmung benutzt werden (z.B. Kinderplantschbecken, Nichtschwimmerbereich, Wasserrutschen, ...).
  • Das Mitbringen von Liegestühlen, Ruhebetten, Schwimmkörpern (ausgenommen Schwimmhilfen) udgl. ist in das Hallenbad untersagt, es sei denn, dass eine ausdrückliche Erlaubnis von den Aufsichtsorganen erteilt wurde.
  • Das Reservieren von frei zugänglichen Liegestühlen, Bänken udgl. ist nicht gestattet.
  • Das Laufen und Ballspielen ist verboten. Das Springen von den Beckenrändern sowie das Spritzen und das Hineinstoßen in das Schwimmbecken sind verboten. Bei der Bewegung im Becken ist darauf zu achten, dass andere Badegäste in keiner Weise belästigt, gefährdet oder verletzt werden.
  • Das Rauchen und Essen ist nur in den hierfür vorgesehenen Bereichen gestattet.

2.7. Sprungbereich

  • Der Sprungbetrieb ist nur in hierfür vorgesehene Becken oder Beckenteile und zu den dazu vorgeschriebenen Zeiten gestattet.
  • Der Sprungbetrieb kann bei entsprechender Besucherfrequenz eingeschränkt werden.
  • Springer haben von sich aus darauf zu achten, dass die anderen Badegäste nicht gefährdet werden.
  • Im Sprungbereich haben die im Wasser befindlichen Gäste besonders darauf Acht zu nehmen, dass es aufgrund des Sprungbetriebes nicht zu Gefährdungen der eigenen Person oder anderer Badegäste kommt. Schwimmer und Springer haben aufeinander Rücksicht zu nehmen.
  • In ausschließlich dafür eingerichteten Sprungbecken ist die Benützung während des Sprungbetriebes von den übrigen Badegästen nicht gestattet.

2.8 Rutschenbereich (Langrutsche, Breitrutsche)

  • Nachstehende „Rutschmöglichkeiten" sind möglich: sitzend - Blick nach vorne, Rückenlage - Blick nach vorne, liegend - Blick nach vorne.
  • Es sind entsprechende Abstände einzuhalten und der Rutschenauslauf ist sofort zu verlassen. Es ist untersagt, von unten in die Rutsche einzusteigen oder sich während des Rutschens am Rand festzuhalten.
  • Stehend und kniend rutschen sind verboten.
  • Kinder unter 6 Jahren dürfen die Rutsche nur in Begleitung einer verlässlichen Aufsichtsperson benützen.
  • Die Hinweise (Beschilderung) bei den Rutschanlagen sind zu beachten.
  • Den Anordnungen des Bäderpersonals ist unbedingt Folge zu leisten.

2.9. Sauna

  • Die Sauna darf nur von Personen benutzt werden, die aus gesundheitlicher Sicht dazu geeignet sind (in Zweifelsfällen empfiehlt es sich den Hausarzt zu konsultieren).
  • In den Saunakammern sind eigene oder Miethandtücher als Sitzunterlage zu verwenden; außerdem darf kein Schuhwerk in den Kammern benützt werden.
  • Die Aufgüsse werden ausschließlich vom Bäderpersonal durchgeführt. Im Einvernehmen mit dem Personal können Aufgüsse auch von den Badegästen selbst vorgenommen werden. Dabei dürfen nur hauseigene Aufgussmittel verwendet werden, die der Badewart vor dem Aufguss vorbereitet.
  • Das Betreten der großen Saunakammer unmittelbar vor bzw. nach dem Aufguss ist verboten (Lüftungsphase).
  • Vor der Benützung des Tauchbeckens bitte duschen.
  • Es ist untersagt, die Haare zu färben und zu schneiden.
  • Den Anweisungen des Bäderpersonals ist Folge zu leisten. Die Hinweisschilder sind zu beachten.
  • Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt in die Sauna. Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren ist der Zutritt in die Sauna nur mit einer volljährigen Begleitperson erlaubt.

2.10. Wärmehalle

  • Die Wärmehalle mit ihren Einrichtungen ist dem Hallenbad zugeordnet. Die Großwasserrutsche mit dem Zielbecken steht nach jeweiliger Anordnung durch die Bäderverwaltung auch den Sommerbadegästen zur Verfügung.
  • Das Sprudelbecken stellt eine Erholungs- und Entspannungseinrichtung dar, die nur im Sinne dieses Verwendungszweckes benützt werden darf. Es ist auf andere Badegäste besonders Rücksicht zu nehmen und Belästigungen, wie Springen, Stoßen, Lärmen, Spritzen udgl. sind zu unterlassen. Das Betreten bzw. Verlassen des Sprudelbeckens darf nur über die hiefür vorgesehenen Stufen erfolgen.
  • Die Sitzstufenanlage bildet eine Ruhezone, in der unnötige Bewegung und Lärm vermieden werden sollen.

2.11. Benützung von Zusatzeinrichtungen

  • Minigolfutensilien, Tischtennisgeräte und andere Einrichtungen können, solange der Vorrat reicht, gegen entsprechende Benützungsgebühr verwendet werden.
  • Für Verlust oder Beschädigung ist Ersatz zu leisten.
  • Die Solarien sind grundsätzlich für Einzelbenützung bestimmt; die dürfen nicht zweckfremd benützt werden.
  • Die Anlagen des Sommerbades dürfen von Hallenbadgästen nur dann betreten werden, wenn dieses in Betrieb ist.
  • Sommerbadgäste dürfen das Hallenbad nur dann mitbenützen, wenn sie hierfür eine gültige Eintrittskarte (Kombinationskarte) nachweisen können.
  • Das Ballspielen ist nur bei den Beachvolleyballanlagen gestattet. Auf der Liegewiese ist das Ballspielen verboten.

2.12. Einbringung und Verlust von Gegenständen, Abstellen von Fahrzeugen

  • Wertgegenstände sind an der Badekasse gegen Quittung zu deponieren; für sonst in das Badegelände eingebrachte Wertgegenstände wird keine Haftung übernommen.
  • Gefundene Gegenstände sind an der Badekasse gegen Bestätigung abzugeben.
  • Fahrzeuge oder sonstige Gegenstände dürfen nur so abgestellt werden, dass der Zugang zum Bad, insbesondere auch im Hinblick für Rettungs-, Feuerwehr- oder Polizeieinsätze, nicht verstellt wird.

2.13. Meldepflichten / Hilfeleistungspflicht

  • Unfälle, Diebstähle sowie Beschwerden sind dem zuständigen Personal oder der Leitung der Badeanstalt sofort zu melden.
  • Jeder Gast ist verpflichtet, die notwendige erste Hilfe oder andere Hilfestellungen zu leisten.

2.14. Sonstige gewerbliche Tätigkeit / Werbung

  • Jede Art von gewerblicher Tätigkeit oder Werbung im Bereich der Badeanstalt bedarf der Zustimmung des Eigentümers.

 

WIR WÜNSCHEN UNSEREN GÄSTEN EINEN ERHOLSAMEN BADETAG!